Schule ohne Rassismus -Schule mit Courage

13 Mai

Liebe Leserinnen und Leser,

die nachfolgend angegebenen Links führen auf verschiedene Artikel rund um das Thema Rechtsextremismus. Die Artikel sind äußerst lesenswert. Sie sind kurz und  einprägsam und zeigen einen Zusammenfassung der Ergebnisse im Rahmen unseres Projektes “Schule ohne Rassimus – Schule mit Courage”.

Wie kann man aktiv gegen Rechtsextremismus vorgehen?

Aktuelle Situation – Rechtsextremismus in Hessen

Begriffe zum Thema Rechtsextremismus

Lügen und Unwahrheiten der NPD

Motive für rechtsextreme Gesinnungen

Organisationen gegen Rechtsextremismus

Raus aus Rechts

Rechtsextremismus im Internet

Straftaten der NPD

Was kann man gegen Rechtsextremismus tun

 

Berufspraktikum der E-Phase 2012 – Berufsorientierung neu definiert

11 Mrz

Wie jedes Jahr fand auch dieses mal zum Anfang des Jahres das Berufspraktikum der E-Phase statt. Im Großen und Ganzen zeigte sich auch dieses mal ein großes Interesse der breiten Masse, was sich auch im angefügten Evaluationsbogen zeigt. So konnte die Mehrheit der Schüler im Praktikum eine hilfreiche Ergänzung zum normalen Umfang der Berufsorientierung in der Schule erblicken. Zudem zeigte sich, dass die Stärken der Schüler herauskristallisiert wurden, was sich auch im Bezug auf die neu erkannten Voraussetzungen und Fähigkeiten der Berufsfelder als sehr nützlich erweist. Jedoch wurden den Schülern, auch infolge der Informationstage in Alsfeld, zumeist selten neue Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt dargelegt. Die Praktika selbst brachten jedoch eine Vielzahl an positiven Eindrücken mit sich. Somit war die große Mehrheit mit dem Praktikum zufrieden, was sich auch darin äußert, dass die meisten denselben Praktikumsplatz erneut wählen würden. Dennoch muss man auch die Schattenseiten mancher Praktika beleuchten. So mussten in einzelnen Fällen Schüler zumeist Putzarbeiten leisten und oftmals auch ungeachtet in der Ecke stehen. In diesen Fällen sollte stets der verantwortliche PoWi-Lehrer informiert werden, um schnellstmöglich ein neues Unternehmen finden zu können. Auch den „Mund-selbst-aufmachen“ kann hier zu Verbesserungen führen. Zudem sollte man stets darauf achten, auf Gefahren aufmerksam zu werden und die Mitarbeiter nach Hinweisen zu befragen.

Zahnarztpraktikum

Angekommen mit weißer Hose und weißem T-Shirt ging‘s los. Nach einer freundlichen Einweisung, in der mir die Praxis gezeigt wurde, durfte ich sofort mit ins Behandlungszimmer. Vorerst mit einigen cm Abstand begutachtete ich erst einmal die Arbeit des Zahnarztes, wobei ich danach immer direkt die Zimmer reinigen und desinfizieren konnte. In den ersten Tagen gab es für mich jedoch vorerst nicht viel mehr zu tun. Doch durch die ersten paar Tage hinweg, kam mir der eigentliche Beruf immer näher. Nun durfte ich dem Zahnarzt bereits assistieren  (Speichel ziehen, belichten…), Instrumente im Labor sterilisieren bzw. fachgerecht reinigen, Werkzeuge einräumen, Patienten aufrufen etc. Während all dieser Arbeiten, wurden mir stets die einzelnen Schritte und Funktionsweisen der Behandlung erklärt. Besonders die geschichtete Arbeitszeit gefiel mir gut. Angefangen um 08:00 Uhr, arbeitete ich bis 14:00Uhr, wobei ich am nächsten Tag erst um 14:00 Uhr wieder vor Ort sein musste, um danach bis 19:00Uhr anwesend zu sein. Alles in allem hat mir das Praktikum einen sehr guten Einblick in den Beruf geboten, welcher mir eine ernst zunehmende Orientierung geboten hat.

Amt für Bodenmanagement

Am ersten Tag des Praktikums kam ich morgens früh um 7.30 Uhr in das Amt. Sofort kam eine Frau auf mich zu und stellte sich als meine Ansprechpartnerin vor. Wir verstanden uns sofort und sie zeigte mir das Gebäude und stellte mich den anderen Kollegen vor. Das Praktikum war so aufgebaut, dass ich jeden Tag in einer anderen Abteilung war und so in den zwei Wochen das ganze Amt erkunden konnte. Bald stellte sich heraus, dass die Mitarbeiter sehr nett waren (ohne Ausnahme!) und dass, (was mich überraschte) eine fast schon kameradschaftliche Arbeitsatmosphäre herrschte. Die Kollegen nahmen sich Zeit mir alles anschaulich und interessant zu erklären, was ihnen auch sehr gut gelang. Die Arbeit des Geomatikers (ehemals Vermessungstechniker) fand ich persönlich sehr interessant und faszinierend. Besonders die Außendiensttage waren aufschlussreich, da ich bei spannenden Einmessungen zugegen sein konnte und mir auf den längeren Fahrten viel über die Arbeit erzählt wurde. In der kurzen Zeit hatte ich mich so gut eingelebt, dass ich schon fast traurig war, als ich mich an letzten Tag verabschieden musste. Alles in allem kann ich sagen, dass es ein sehr gelungenes Praktikum war. Zudem  kann ich das Amt für Bodenmanagement als Praktikumsplatz nur weiterempfehlen.

Einige positiv aufgefallene und weiterzuempfehlende Unternehmen aus der Region:

Ingenieurbüro Hess

Amt für Bodenmanagement

Krankenhaus Innere 1

Zahnarztpraxis Dr. Klaus Sayffaerth und Jens Noeske

Logopädie Martina Eichenauer

Allgemeine Viszeralchirurgie

Architekturbüro Alfred Lerg

Dentallabor Hedtrich

Mittelpunktschule Angersbach

Dekra Fulda

Schlitzer Korn und Edelobstbrennerei

Vogelsberger Lebensräume

Tierarzt

Berufspraktikum-E-Phase_Berufsorientierung_neu_definiert

Berufspraktikum der E-Phase 2012 – Fortsetzung

06 Mrz

Eindrücke von Schülerinnen und Schüler aus ihrem Praktikum im Februar 2012 – Fortsetzung

„Theater? Geht. Bühnenbild? Uninteressant. Das meinen vielleicht viele, aber es ist falsch! Ich habe mein Praktikum an den Städtischen Bühnen Frankfurt gemacht. Man muss sich zunächst in eine völlig neue Welt denken. Jede Werkstatt (Tapezierer, Maler, Plastiker, Schreiner, Techniker…) ist so groß wie ein normales Wohnhaus, der große Malersaal wie eine kleine Fabrik. Die Aufzüge haben teils die Größe kleiner Wohnungen. Es ist wunderbar, einen so großflächigen Einblick in das Schaffen am Theater bekommen zu können. Es gibt so unglaublich viele verschiedene Arbeitsfelder, und das alles für Bühnenbilder, die maximal zwei Spielzeiten halten. Ich war im Bereich der Tapezierwerksatt und Dekorationsnäherei tätig, hier durfte ich alle Tätigkeiten ausüben, wie meine Kollegen; Pressluft-Tackern, kleistern, beziehen und vieles mehr. Es ist ein seltsames und gleichzeitig tolles  Gefühl, Bühnenbilder für Stücke herzustellen, für die Andere bis zu 140 Euro bezahlen müssen. Insbesondere auf meine Lampenringe, die ich für Wagners Götterdämmerung nähte, bin ich sehr stolz. Fazit: Tolle Leute, Toller Job, Tolles Praktikum.“ (Johanna)

“Ich habe mich entschieden, mein Praktikum beim Tierarzt zu machen und war von der Vielseitigkeit dieses Berufes überaus fasziniert. Da ich jeder Zeit Fragen stellen konnte, mir dann auch alles toll erklärt wurde, kann ich im Nachhinein sagen, dass ich viel gelernt habe und Einiges für die Zukunft mitnehmen durfte. Was ich wirklich extrem genial fand war, dass ich auch selbst mal etwas machen durfte und nicht nur „dumm“ in der Ecke rum stand. Da ich mich sehr gut mit dem Tierarzt und dessen Kollegin verstanden habe, haben sie mir jeden Tag ein bisschen mehr zugetraut und immer mehr gefordert. Es hat extrem viel Spaß gemacht und ich kann wirklich nur empfehlen, mal die Erfahrung eines Praktikums beim Tierarzt zu machen.” (Addi)

Berlinfahrt der E-Phase 2012 – “Das Versprechen” im Maxim Gorki Theater

04 Mrz

Berlinfahrt der E-Phase: Das Versprechen – Workshop

Am Mittwoch stand für den Abend auch „Das Versprechen“, aufgeführt im Maxim Gorki Theater im Kulturprogramm an.  Der DS-Kurs von Frau Gebel nahm vorher an einem Workshop zu diesem Stück teil.
Wir sollten selbst szenische Vorgänge entwickeln und den Prozess, der zu einer Inszenierung führt, an der eigenen Haut spüren. Eingeführt in die Thematik des Stücks „Das Versprechen“ und spielerisch geleitet wurden wir hierbei von Janka Panskus (leitende Theaterpädagogin) und Magdalene Brandt (Theaterpädagogin).

In der leeren Eingangshalle des Maxim Gorki Theaters bildeten wir einen Stuhlkreis und stellten uns vor. Danach bereiteten wir uns mit Aufwärmübungen auf das szenische Spielen vor.
In einer Übung z.B. liefen wir in einem vorgegebenen Raum umher und sollten uns zunächst einen Freund, dem wir möglichst nahe bleiben, dann einen Feind, von dem wir uns fern halten sollten und zuletzt eine Person als Talisman, die zwischen uns und unserem Feind sein sollte, suchen. Hierbei sollten die ausgewählten Personen jedoch nicht bemerken, welche Rolle sie für den anderen hatten. Wir stellten fest, dass es selbst mit so vielen Leuten schwierig ist, sich unauffällig zu verhalten. Auch in den anderen Übungen zeigte sich, dass es nicht einfach ist, eine Täuschung vorzuspielen.

Dann wurde uns erklärt wie eine Inszenierung entsteht. So erfuhren wir, dass die theatrale Umsetzung eines Textes immer Interpretationssache ist und es daher viele verschiedene Inszenierungen zu einem Stück gibt. Nun sollten wir selbst in die Rolle eines Regisseurs schlüpfen und als Schauspieler verschiedene Texte eigens darstellen.
Hierbei hatten wir viele gestalterische Freiheiten. Uns wurden auch Kostüme zur Verfügung gestellt, und was dabei alles entstand will ich gar nicht näher erläutern.

Zunächst sollten wir Rotkäppchen in verschiedenen Genres spielen. Meine Gruppe sollte einen Rotkäppchen-Krimi darstellen. Also wurde Rotkäppchen kurzerhand vom Wolf als Geisel gehalten, damit dieser Lösegeld von ihrer Mutter erpressen konnte. Natürlich wurde er vom Kommissar gefasst.
Die anderen Gruppen spielten noch einen Western und einen Thriller. Mir hat der Thriller persönlich am besten gefallen; schockierend war der Tod von Rotkäppchen, insbesondere das Aufschlaggeräusch ihres Kopfes.

Aber was hat das Märchen Rotkäppchen mit „Das Versprechen“ von Friedrich Dürrenmatt zu tun?
Tatsächlich gibt es hier Parallelen. Dazu sollte man sich Rotkäppchen als Krimi vorstellen. In dieser Rotkäppchen-Geschichte gibt es eine Mutter, die ihrem Kind sagt, es solle nicht vom rechten Weg abkommen. Das Kind jedoch tut es, sie begegnet einem Wolf. In der Krimi-Form wäre dieser z.B. mit einem Sexualverbrecher gleichzusetzen. In „Das Versprechen“  wird gleich am Anfang ein Mordfall an einem kleinen Mädchen im Wald festgestellt. Hauptkommissar Gerd Schwarz will nun den Mörder des Mädchens finden, zumal er dies der Mutter des Kindes versprochen hat. Er kauft eine Tankstelle in der Nähe des Tatorts. Hier begegnet er der Kellnerin Laura und ihrer Tochter Chrissie und findet somit einen Lockvogel für sein Vorhaben.

Nun  sollten wir noch mehrere Szenen aus „Das Versprechen“ spielen, die uns einen Einblick in das Verhalten des Kommissars gewährten. Für uns schien er ein typischer Kommissar zu sein: Single, still und nachdenklich. Dennoch wurde uns schnell bewusst, dass er eine Beziehung zur Kellnerin, und vor allem deren Tochter aufbaut.
Uns wurde noch verraten, dass die Tochter der Kellnerin in dieser Inszenierung von einer Erwachsenen gespielt und die Geschichte aus ihrer Sicht ein paar Jahre später erzählt wird. Am Ende des Workshops erwarteten wir voller Spannung die Aufführung am Abend.

Ich fand den Workshop sehr informativ und unterhaltsam. Da ich keine Erfahrung im Darstellenden Spiel habe, war ich sehr aufgeregt und gespannt, was auf mich zukommen würde. Doch konnten die Theater-Pädagogen immer aushelfen, wenn man Fragen hatte, sodass ich mich sofort aufgefangen fühlte.

Von Svenja Schneider, E2-A

DAS VERSPRECHEN / Friedrich Dürrenmatt
Regie: Armin Petras

Quelle der Bilder: http://gorki.de/de_DE/calendar/repertoire/100181

Berlinfahrt_Gorki

Oberstufenchor – Schulen musizieren

03 Mrz

Unter der Überschrift

„Mit Musik zusammenführen – Sieben Ensembles beteiligten sich an Schulen musizieren“

erschien am 28. Februar 2012 in der Fuldaer Zeitung ein Artikel, aus dem wir einen kurzen Auszug hier veröffentlichen:

[…]Die gesamte Aula klatschte begeistert mit – genauso wie beim Oberstufenchor der Alexander-von-Humboldt-Schule aus Lauterbach, der das Konzert fulminant abschloss. Für das Gospel „Father“ und für ein Medley aus dem Musical „The Lion King“ war den Sängern und der musikalischen Leiterin Daniela Räther begeisterter Applaus sicher.

Berufspraktikum der E-Phase 2012

02 Mrz

Eindrücke von Schülerinnen und Schüler aus ihrem Praktikum im Februar 2012

„Während meines Praktikums als Lehrerin habe ich gemerkt wie viel Arbeit hinter den Unterrichtsstunden steckt. Ich war überrascht, wie sehr das Alter und die verschiedenen Charaktere einer Klasse sich auf den Unterricht auswirken und dadurch für den Erfolg der Stunden mitverantwortlich sind.  Schüler zum Nach- und Weiterdenken anzuregen und zu sehen wie die Erkenntnis in ihren Augen aufleuchtet, war eine Erfahrung die ich nicht missen will.“ (Veronika)
„Mein Praktikum inder Grundschule hat mir sehr gut gefallen. Vor allem die Arbeit mit den Kindern hat mir viel Spaß gemacht und es war spannend zu sehen, wie die Lehrer mit den Schülern umgehen. Außerdem herrschte unter den Lehrern  eine sehr freundliche Stimmung. Das machte alles viel entspannter. Ich empfehle mein Praktikum weiter, weil es auch interessant ist, den Unterricht mal aus Lehrersicht zu sehen.“ (Rebecca)
„Das 2 wöchige Praktikum im Lauterbacher Krankenhaus hat mir in meinen Berufs- und Studienvorstellungen in dem Sinne weitergeholfen, dass ein Medizinstudium und generell die Pflegeberufe für mich nicht in Frage kommen.
Ich kann eine Praktikumsstelle in einem Krankenhaus auch nicht jedem weiterempfehlen, weil die Arbeit mit kranken oder alten Menschen sehr anstrengend und nicht für jeden geeignet ist. Außerdem sind die Aufgabengebiete als Praktikant stark begrenzt und interessant wird es erst, wenn man ins Gespräch mit den Ärzten oder Pflegern kommt; dafür ist aber nicht immer Zeit.
Leider haben sich meine Erwartungen, die ich an das Praktikum hatte, nicht alle erfüllt. Dies bedeutet jedoch nicht, dass sich es nicht gelohnt hat. Wer seine Entscheidung vor einem Medizinstudium festigen und sich einen Eindruck vom Krankenhausalltag erlangen möchte, ist in diesem Praktikum bestens aufgehoben. Man muss allerdings damit rechnen, dass genau das Gegenteil geschieht und man nach dem direkten Kontakt mit dem Alltag von einem Medizinstudium ablässt. Dies ist nicht unbedingt ein Nachteil. Man erhält auf diesem Weg jedenfalls die Gewissheit, dass man in einem anderen Berufsfeld besser aufgehoben ist.“ (David)
„Mein Praktikum hat mir viel Spaß gemacht. Da ich die Möglichkeit hatte, in einem Ein-Personen-Unternehmen mitzuarbeiten, konnte ich alle Arbeitsabläufe ,,aus nächster Nähe“ erleben. Ich bekam sowohl Einblicke in die vielfältige (und anstrengende) Büroarbeit als auch in die praktische Tätigkeit  einer Projektberatung durch meine Besuche auf den verschiedenen Baustellen. Besonders gefreut habe ich mich darüber, dass ich ein kleines Projekt zunächst selbstständig und eigenverantwortlich bearbeiten konnte und meine Projektergebnisse dann mit dem Geschäftsführer durchsprechen konnte. Ich erhielt wertvolle Tipps. Die große Abwechslung sorgte dafür, dass ich nie Langeweile hatte.“  (Kim)
„Das Praktikum hat mir bei der Entscheidung über meine berufliche Zukunft sehr weitergeholfen. Die Arbeit hat meine Erwartungen erfüllt, weshalb ich mir sicher bin, dass ich später in einem kaufmännischen Beruf tätig sein möchte. Das Arbeitsklima war sehr angenehm und ich konnte viele neue Erfahrungen und Impressionen sammeln. Ich bin dafür dankbar, dass ich dort mein Praktikum absolvieren durfte.“ ( Elisa); Praktikum bei AXA in Schlitz

„Ich habe mein Oberstufenpraktikum bei der Evangelischen Kirchengemeinde in Lauterbach abgehalten, genauer gesagt bei Pfarrer  K.. Die reichen Erfahrungen, die ich während diesen zwei Wochen sammeln durfte, haben mich – durch die unmittelbare Kooperation mit Herrn K. – tief und besonders direkt in die Tätigkeiten dieses Berufsbildes hineingebracht. In der Öffentlichkeit bzw. vor der Gemeinde tritt der Pfarrer in seinem Beruf in der Regel nämlich nur bei Gottesdiensten und Beerdigungen auf. Der Großteil seiner Arbeit findet „im Verborgenen“, beim Vorbereiten der Predigten, des (Konfirmanden-)Unterrichts, bei persönlichen Gesprächen anlässlich einer Beerdigung, eines kirchlichen oder auch städtischen Projekts, bei internen Gesprächen etc. statt. Mir wurde u.a. das große Privileg zuteil, im Zuge von 4 Beerdigungsgesprächen durch ganz unterschiedlichen  Menschen an den Geschichten/Biographien der Verstorbenen teilzuhaben. In diesen sehr intimen Momenten, in denen die Menschen voller Trauer sind, wurde mir als Praktikanten stets offen und mit einer rührenden Herzlichkeit begegnet. Ich habe während meiner Zeit außerdem Gottesdienste mitgestaltet, Seniorenkreise geleitet, an einer Schule am Religionsunterricht teilgehabt, die Konfirmanden bei Ihrer Arbeit unterstützt und vieles mehr. In jedem Falle hat mir das Praktikum sehr großen Spaß bereitet und mich sozusagen „auf den Geschmack“ gebracht.
Jeder, der – wie ich – ernsthaft darüber nachdenkt, einmal Theologie zu studieren mit dem Ziel der Ordination, sollte vorher einmal in diesen Beruf hineingeblickt und sich mit seinen alltäglichen Aktivitäten vertraut gemacht haben. Denn letztendlich gilt, wie auch Herr K. betonte: Für das Pfarramt entscheidet man sich nicht, weil einem gerade nichts anderes einfällt, sondern weil man sich dazu berufen fühlt. Ich kann mein Praktikum ohne jegliche Zweifel absolut weiterempfehlen.“ (Max)

„Mein Praktikum in der Grundschule war sehr schön und die Kinder sind mir richtig ans Herz gewachsen. Ich war ziemlich traurig, als sie mich am letzten Tag verabschiedet haben.
Und nach diesen zwei viel zu kurzen Wochen, kann ich mir sogar vorstellen später einmal Grundschullehrerin zu werden.“ (Catharina)

„ Ich habe mein Praktikum in einer Werbeagentur in Frankfurt gemacht. Eine Werbeagentur übernimmt die Planung der Anzeigen im Print- sowie auch Onlinebereich für ein Unternehmen. Das Praktikum hat mir in erster Linie einen Eindruck von dem Berufsleben an sich vermittelt. Ich hatte dort eine eigene Aufgabe bekommen und war mitten in dem Agenturalltag. Zum Anderen konnte ich mir viel über die Tätigkeitsfelder des Berufs anschauen. Die Mitarbeiter waren richtig nett zu mir und ich habe mich sehr gut mit ihnen verstanden. Alles in allem fand ich die Praktikumszeit sehr spannend und ich habe viel gelernt.“ (Johanna)
“Ich habe mein Praktikum in Hamburg bei einem Lifestyle-Magazin gemacht. Hauptsächlich war ich dort in der Grafik. Ich habe dort schöne Sachen erlebt und auch viel gelernt. Ich war bei einem Fotoshooting dabei und durfte sogar mehrere Seiten gestalten. Das Arbeitsklima war auch sehr schön, da die Leute wie Freunde miteinander umgegangen sind, egal ob es der Chef oder die Angestellten waren. Das Gute an einem Praktikum ist auch, dass man danach weiß ob einem die Richtung dieses Berufes gefällt, oder ob man doch lieber etwas anderes machen möchte. Bei mir war es so, dass ich nur nochmal bestätigt wurde, dass dieser Beruf sehr toll ist und mir richtig gut gefällt.  Also ich empfehle es jedem ein Praktikum zu machen.” (Laura)

Berufspraktikum_E_Phase_2012

Verabschiedung von Oberstudienrat Harald Gantner

23 Feb

Oberstudienrat Harald Gantner wurde an der Alexander-von-Humboldt-Schule jetzt Anfang Februar in einer Feierstunde in den Ruhestand verabschiedet.

Im Jahr 1982 hatte Harald Gantner nach dem Vorbereitungsdienst am Wigbertgymnasium in Hünfeld seinen Dienst als Lehrer für Englisch und Biologie am Lauterbacher Gymnasium angetreten und war seitdem ohne Unterbrechung der Schule treu geblieben. Dabei war es nicht sein eigentlicher Berufswunsch gewesen, Lehrer zu werden. Bis zu einem Unfall auf hoher See, der ihn zwang, sich beruflich umzuorientieren, war Harald Gantner als Meeresbiologe auf einem Forschungsschiff tätig. Wie Schulleiterin Gitta Holloch bei der Verabschiedung betonte, war es für die Schule ein Glücksfall, mit Harald Gantner einen Lehrer zu bekommen, der beim beruflichen Neustart sein Sprachentalent und sein profundes biologisches Fachwissen zugunsten der Schüler einbringen konnte. Im Rahmen seiner langjährigen Tätigkeit zeichnete sich Harald Gantner immer durch ein hohes unterrichtliches und außerunterrichtliches Engagement aus. Er war insbesondere in der Unter- und Mittelstufe ein beliebter Klassenlehrer, der seinen Schülern viel beibrachte, aber auch viel Erziehungsarbeit leistete und sich immer um die Probleme seiner Schüler kümmerte. Persönlichkeit und Unterrichtsstil wurden von Schulleiterin Gitta Holloch mit den Begriffen „väterlich, mit Humor und Witz, aber auch mit klaren Regeln“ umrissen. Auch Personalratsvorsitzende Regine Hommel hob Harald Gantners Freude am Umgang mit Kindern hervor, die ihn in der tagtäglichen Arbeit mit seinen Schülern auszeichnete.

Harald Gantner selber erklärte, er scheide mit einem lachenden und einem weinenden Auge aus dem Dienst aus. Die Tätigkeit am Lauterbacher Gymnasium habe ihm immer viel Freude bereitet, andererseits freue er sich auch auf die neue Freiheit.

Verabschiedung von OStR Harald Gantner

 

Berlinfahrt der E-Phase 2012 – Die Berliner Philharmonie

20 Feb

Ein Orchester, ein Dirigent, hunderte Zuschauer…

Am 25. Januar 2012 um 20:00 Uhr sollte es beginnen. Das Konzert der Berliner Philharmoniker stand vor der Tür. Wenn auch mit einigen Schwierigkeiten bestückt, schafften es die meisten Schüler pünktlich zum vereinbarten Treffpunkt um 19:45 Uhr in der Berliner Philharmonie einzutreffen. Dies jedoch auch in Folge des gelb-rötlichen Scheins, der das besagte Gebäude umschloss.
Im Konzertsaal angekommen, zeigte das Gebäude dem Betrachter eine wahre architektonische Meisterleistung auf. Ein harmonisches Gesamtbild sollte wohl die optische Erfahrung der musikalischen anpassen. Nebenbei bemerkt befand sich der Zuschauer hier in einem wohl relativ gehobenen Hörerkreis. Das Tragen eines Jacketts, Kleides oder zumindest eines Hemdes gehörte wohl zur „Pflicht“.
Nach kurzer Zeit kamen nun auch die Musiker herein, die Stück für Stück ihren Platz im Saal einnahmen. Zuletzt natürlich auch der Dirigent Sir Simon Rattle, welcher auf eine große Karriere und somit auf eine große Erfahrung im Bereich der Musik zurückblicken kann. Stille kehrte ein im Saal, denn jedes Geräusch, jeder Schritt konnte durch die herausragende Akustik des Saales eine unerwartete Lautstärke innehaben. Leise begann der Cellist Olaf Maninger das Stück „Ritorno degli snovidenia“ von Luciano Berio zu spielen. Ein wahrhaft dramatisches, wie auch komplexes Lied bereitete hier einen Einstieg, der nicht bei jedem Hörer Gefallen finden konnte.  Nach einer gefühlten halben Stunde fand das Stück ein Ende und das Orchester verließ den Saal. Dies tat es aber jedoch nur, um sogleich mit einer noch stärkeren Bemannung wieder herein zu kommen. Die nächsten 3 Lieder, basierend auf den Gedichten von Tristan Klingsor und geschrieben von Maurice Ravel, setzten den Abend fort. Die Ehefrau von Sir Simon Rattle, Magdalena Kožená, sang hier die tragende Solo-Stimme.
Nun ging das Orchester für eine kurze Pause, die auch im Sinne der Zuschauer war, noch einmal vor die Tür.
Wieder im Konzertsaal angekommen, wurde das Konzert mit fünf Liedern nach den Gedichten von Friedrich Rückert, geschrieben von Gustav Mahler, weiter fortgesetzt. Die Solostimme übernahm weiterhin Magdalena Kožená.
Ohne Solostimme, dafür aber mit geballter orchestraler Energie bildeten zwei Stücke von Franz Schubert den Abschluss des Abends. Der Dirigent vermittelte gerade zum Ende hin wahre Dramatik, was durch unsere Plätze auf dem Podium hinter dem Orchester deutlich in Erscheinung treten konnte. Der Abend klang so langsam aus und konnte während der Heimfahrt mit dem Bus noch einmal Revue passieren.