Überreichung der DELF-Diplome am Lauterbacher Gymnasium

10 Nov

Ein wichtiger Hinweis vorab: Bis Mitte Januar können sich interessierte Schülerinnen und Schüler für den nächsten DELF-Prüfungstermin anmelden!

17 Schülerinnen und Schüler des Lauterbacher Gymnasiums konnten jetzt ihre DELF-Diplome aus den Händen von Französischlehrerin Bettina Reichardt und Schulleiterin Gitta Holloch in Empfang nehmen. Julia Gohlke, Lisa Maria Müller (beide E1-A) und Lennart Tammo Stöppler (Q1) legten die DELF-Prüfung auf dem Niveau B1 ab, dem zweithöchsten Niveau auf schulischer Ebene. Auch alle anderen AvH-Schüler haben in den sehr anspruchsvollen Prüfungen sehr gut abgeschnitten und können stolz auf ihre Diplome sein. Jolina Pillep, Janina Strauch und Julia Wernicke (alle 9 e) meisterten erfolgreich das Niveau A2. Alexander Gestel (9d), Julius Schnägelberger (8 a), Katharina Beuel, Mümine Bicakci, Selina Glotzbach, Julia Mitze, Selmanur-Melek Sahpaz, Lena Schulz, Fiona Wienold (alle 8 b), Zehra Sedef Bayraktar und Julia Mithin (beide 8 c) können sich über die bestandenen Prüfungen auf dem Niveau A1 freuen.

Die Vorbereitung auf die Prüfungen verlangt den Schülerinnen und Schülern einen nicht geringen zusätzlichen Arbeitsaufwand ab, da die DELF-Prüfungen spezielle Aufgabenformate haben und allein auf der Grundlage des regulären Französischunterrichts kaum zu bewältigen sind. Die hohe Zahl an erfolgreichen Prüfungsteilnehmern ist das große Verdienst von Französischlehrerin Bettina Reichardt, die es hervorragend versteht, die Schüler optimal in einer Arbeitsgemeinschaft auf die Prüfungen vorzubereiten und für die zusätzliche Beschäftigung mit der französischen Sprache zu begeistern. Lohn für das erfolgreiche Abschneiden bei den Prüfungen ist für die Schüler das DELF-Zertifikat, ein international anerkanntes standardisiertes Sprachzertifikat, das vom französischen Kultusministerium vergeben wird und auf verschiedenen Niveaus gemäß dem europäischen Referenzrahmen abgelegt werden kann. Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen Teil (Hör- und Leseverstehen sowie Textproduktion) und einem mündlichen Teil, in dem die Prüflinge von einem französischen Muttersprachler interviewt werden. Im Vordergrund steht dabei immer die Anwendung der französischen Sprache in vielfältigen und realistischen Alltagssituationen. Die international anerkannten DELF-Diplome stellen für die 17 Lauterbacher Gymnasiasten ein wichtiges Qualifikationsmerkmal dar, das auch für spätere Bewerbungen von Bedeutung sein kann.

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Schach-Schulmeisterschaften 2014/15

10 Nov

Die Leiterin der Schach-AG, Heidi Kuschel, ehrte jetzt die Sieger der Schulmeisterschaften des vergangenen Schuljahres. In dem kleinen Teilnehmerfeld setzte sich der neue Schulschachmeister Adrian Kübel (jetzt E1-D) gegen Trixi Eurich (jetzt 7 c) und Florian Greb (jetzt 6 c) durch, die beide punktgleich Platz 2 belegten. Einen Sonderpreis erhielt Maximilian Brandtner (jetzt 5 a), der im letzten Schuljahr bereits als Grundschüler die Schach-AG besuchte.

In diesem Schuljahr hofft Heidi Kuschel wieder auf ein größeres Teilnehmerfeld, da zurzeit 25 Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen 5 bis 7 an der Schach-AG teilnehmen. Erste Wettkampfpraxis können unsere Schachspieler im Januar bei der 1. Runde der diesjährigen Osthessischen Schulschachrallye sammeln, die an unserer Schule ausgetragen wird.

Schulschachmeister

Das Foto zeigt (von links nach rechts): Florian Greb, Adrian Kübel, Schach-AG-Leiterin Heidi Kuschel, Trixi Eurich sowie Maximilian Brandtner

Vergnügliche Reise durch das Leben und seine Weisheiten

21 Okt

Prof. Dr. Christian Zielke referierte an der Alexander-von-Humboldt-Schule über Ziele und wie man sie erreicht

LAUTERBACH (pm). Wenn man sich einen Redner einlädt, der eine solch beeindruckende Vita vorzuweisen hat, wie Prof. Dr. Christian Zielke, und der von sich selbst behauptet, mit einem gemessenen IQ von 90 Professor geworden zu sein, dann darf man mit vielem rechnen: Mit Lebensweisheiten, die sich aus dem erfolgreichen Lebenslauf Niki Laudas speisen, mit einfachen Wahrheiten wie der Unmöglichkeit der Patchworkfamilie, in den Raum geworfen „nur so als Idee…“, und mit einer beeindruckenden Mut-Wut-Mediationsübung der Shaolin-Mönche, zu der Zielke nach knapp zweistündigem Vortrag sein Publikum in der Aula der Alexander-von-Humboldt-Schule gar nicht mehr lange überreden musste. Ein Abend voller alter und neuer Erkenntnisse, der niemanden im Publikum unberührt ließ.

Eingeladen dazu hatte den Kommunikationsexperten und Professor an der THM das Lauterbacher Gymnasium als I-Tüpfelchen auf dem Programm der Oberstufen-Info-Tage, die am 16. und 17. September erstmals an der AvH stattfanden. „Die Bedeutung von Boxenstopps auf der rasanten Fahrt durch das Schul- und Berufsleben“ versprach den knapp 300 Gästen Studiendirektor Karsten Krämer in seiner Begrüßung. Und rasant war auch der Vortrag, eine Multimedia-Show, gespickt mit Szenen aus bekannten Autorennen und Filmszenen aus „Rush – alles für den Sieg“, der Biographie des Rennfahrers Niki Lauda. Und das aufbereitet für die Adressaten aus der Schulgemeinde: Wo befindet man sich bei der Startaufstellung in der Schule? Was hat eine Klausur, ein Schuljahr mit einem Rennen zu tun? Von der Startaufstellung über die Zielgerade bis hin zur Krise, zur Landung im Kiesbett, ging der lebensberatende Rundumschlag des erklärten Autodidakten, der mit seiner schulischen Laufbahn – er begann als Hauptschüler – kokettierte, um seinem Publikum, gerade auch den jungen Menschen darunter, klarzumachen: Jeder kann es schaffen!

Sein erster nachhaltiger Tipp: Von mehrmaligen Siegern lernen: „Die Startaufstellung lässt sich ändern“, versprach Zielke seinen Zuhörern, und zwar in dem man sich vornimmt „Was du kannst, kann ich auch!“ Der Einsatz: Zeit, Energie und Geld. „Talent“, so das Fazit des mitreißenden Redners, „macht nur 10%. Der Rest sind Ausdauer, Fleiß, Hunger, Wut.“ Um sein Ziel zu erreichen, müsse man Visionen haben: Wo will ich hin? Was kommt danach? Dann gelte es, für diese Ziele Leidenschaft und Begeisterung zu entfachen, und vor allem: sich nicht mit seinen Schwächen aufzuhalten, sondern seine Stärken zu leben. Dazu gehörten Menschen, die diese Überzeugungen stärkten, so Zielke. Schließlich müssten Handlungen folgen. Im Blick auf Schule brachte er den Begriff „smart lernen“ ins Gespräch: das Optimale erreichen, nicht das Maximale.

Wenn man es auf diese Art auf die Zielgerade geschafft hat, gilt es dort zu bleiben, nicht nachzulassen. „Leitplanken errichten, damit Erfolg unvermeidbar wird.“ Dazu gehört für den Berater beispielsweise, den allmorgendlichen „Alpha-Zustand“ des Gehirns zu nutzen, sich auf „einen Supertag einzustellen.“ „Was kann ich heute Gutes für mich, für meinen Partner, für mein Geschäft tun?“ sollten die ersten Fragen sein, die man sich morgens stellt, so Zielkes Empfehlung. Außerdem solle man ungestört, mit ausgeschaltetem Handy arbeiten und schließlich die Tagesziele messen und vergleichen. Man sollte für sich einen Leitsatz entwickeln, dem man folgt, und vor verschiedenen Anstrengungen, beispielsweise einer Klausur, dürfe man sich mental stärken: ein Vokabelheft unter dem Kopfkissen, ein wenig Baldrian oder ein Spickzettel wirkten Wunder, wusste der Professor aus eigener Erfahrung. Und man brauche Gegner, Menschen, an denen man sich misst und reibt, so wie Niki Lauda an James Hunt. „Ich muss dich im Rückspiegel sehen“, soll Lauda zu seinem Rivalen gesagt haben – für Zielke ein Bild für Entschlossenheit und Klarheit und für die Notwendigkeit, sich in seinem Tun zu fokussieren.

Es gebe im Leben eine Zeit des Einatmens, auch des Materiellen, und eine Zeit des Ausatmens, des Gebens. „Und was wir brauchen, sind Team-Player“, so der erfahrene Management-Trainer, „keine Egomanen.“

Und wenn man doch im Kiesbett landet, wenn die Schikanen des Lebens zuschlagen? „In eine Schikane muss man langsam rein und schnell wieder raus“, so der Rat aus dem Rennsport. Im Leben heißt das: Muster unterbrechen. Bei einem Blackout in der Klausur aufstehen, sich umdrehen, wieder hinsetzen und mit neuer Richtung weiterarbeiten. Er hoffe, so Zielke, dass die Lehrkräfte der AvH Künstler seien und keine Handwerker. Künstler, die den Charakter bilden könnten und den jungen Menschen helfen könnten, mit den Farben ihres Lebens zu spielen. Von dem, was man für gewöhnlich in der Schule lerne, brauche man im richtigen Leben kaum 10%, resümierte der Redner, der unter anderem auch Sozialwissenschaft und Pädagogik studiert hat. Vielmehr müsse man lernen zu lernen. Lernen, mit Enttäuschungen umzugehen, lernen mit Geld umzugehen, lernen den richtigen Partner zu finden. Gerade zu diesem Thema hatte der Experte viele Tipps und sogar ein Flirt-Training auf Lager – praxisrelevant oder nicht, sie unterhielten und sorgten für viele Lacher in dem überhaupt sehr unterhaltsamen und kurzweiligen Vortrag.

Und man sollte damit rechnen, dass die eigenen Tage gezählt seien. Seine Erfahrungen als Shaolin-Trainer und seine Mediationen hätten ihm gezeigt, dass man den Tod nicht fürchten müsse, sondern ihn als Übergang in einen neue Dimension betrachten solle. Lediglich seine Dinge sollte man regeln, seine Passwörter, Bankkonten und andere wichtigen Dinge notieren. Und am Abend seinen Schreibtisch aufräumen. Zum Abschluss dieses Abends lud der Shaolin-Trainer schließlich zu einer relativ enthemmten Übung ein, die Energien freisetzen soll und den Körper und die Seele fitmachen für die Anforderungen des Lebens. Und alle machten mit – ein ungewöhnlicher Anblick in der Schulaula. Und ein ungewöhnlicher Abend mit einem Redner, der begeisterte und polarisierte, der ehrlich und witzig war, der motivieren und unterhalten kann und der am Ende seine Zuhörer aufrichtig bat: „Geben Sie bitte nie, nie, niemals auf!“

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Wie man sich Energie holt, lernten die Gäste der Veranstaltung von Prof. Dr. Christian Zielke mit einer Übung der Shaolin-Mönche.

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Nicht nur Professor an der THM, sondern auch Shaolin-Trainer: Prof. Dr. Christian Zielke zeigt, wie es geht.

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Begeisterter Redner, Motivator und Entertainer: Prof. Dr. Christian Zielke.

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Karsten Krämer (rechts) vom Schulleitungs-Team der AvH dankte Prof. Dr. Christian Zielke für den mitreißenden Vortrag.

Text und Fotos: Traudi Schlitt

Zugang, Praxis und Zukunft: Informationen aus der Arbeitswelt

21 Okt

Berufs- und Studienorientierung für Oberstufenschüler am 16. und 17.9. erstmals an der Alexander-von-Humboldt-Schule

Lauterbach (pm). Das Ende ihrer Schulzeit ist zwar noch nicht ganz so nah, Zeit sich um Zukunftsperspektiven zu kümmern, ist es in der Oberstufe aber dennoch bereits. Denn um sich in dem derzeitigen Angebot an Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten zurecht zu finden, braucht es eine gewisse Ausdauer: Auf über 18.000 Studienangebote ist die Palette der Universitäten und Hochschulen in diesem Jahr gewachsen. Und so fanden sich am Mittwoch und am Donnerstag mehr als 350 Schülerinnen und Schüler der Vogelsberger Gymnasien an der Alexander-von-Humboldt-Schule in Lauterbach ein. Dort fanden in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit die Oberstufen-Info-Tage statt, ein Forum, das Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bietet, sich aus erster Hand über verschiedenste Berufs- und Ausbildungswege zu informieren.

Schulleiterin Gitta Holloch zeigte sich sichtlich erfreut über den guten Zuspruch, den die Veranstaltung erfuhr: Erstmals war die AvH Gastgeberin der Oberstufen-Info-Tage, aus Alsfeld kamen etwa 150 Schülerinnen und Schüler mit Bussen oder der Bahn angereist. „Die Studien- und Berufsorientierung nimmt eine großen Raum an Schulen ein“, führte die Schulleiterin aus. Nicht ohne Stolz verwies sie auf die OloV-Zertifizierung, die ihr Gymnasium für herausragende Arbeit auf diesem Gebiet erhalten hat. Trotz aller Möglichkeiten, die Schule und Bundesagentur heute schon mit verschiedenen Beratungen anböten, kämen angehende Abiturienten nicht ohne Expertenwissen aus, betonte Holloch, und genau dieses stellten diese Tage zur Verfügung.

„Qual der Wahl?“ Diese Frage stellte zu Beginn der Veranstaltung Marco Sankewitz von der Bundesagentur für Arbeit und listete allein die Ausbildungsmöglichkeiten auf: 355 Studienfächer, mehr als 18.000 Studienangebote, über 400 Hochschulen allein in Deutschland; 350 betriebliche Ausbildungsberufe, 135 schulische Ausbildungen. „Bei diesem sehr differenzierten Angebot lohnt es sich, genau hinzuschauen“, empfahl der Experte, „es gibt für jeden sicherlich mehr als nur einen interessanten Studiengang. Sankewitz‘ Dank galt zum einen der Schule für die Kooperation und die Bereitstellung der Räume, zum anderen auch den beiden „Außen-Locations“: Sparkasse und Posthotel Johannesberg – ganz in der Nähe des Gymnasiums – hatten ihre Säle geöffnet und diese gewissermaßen als Auditorium für die Expertenvorträge zur Verfügung gestellt – ein Umstand, der den Begriff „Berufsorientierung“ gut unterstrich, geht es doch auch später im Beruf häufig darum, andere Orte kennenzulernen, flexibel zu reagieren und offen zu sein für Neues. Ebenfalls ein gelungenes Beispiel für Berufliche Orientierung an der Schule war der Einsatz der Technik-AG, die für die Veranstaltungstechnik sorgte und die Vortragenden ins rechte Licht rückte. „Aus einem solchen Interesse, das hier ganz praktisch umgesetzt werden kann, kann mit Sicherheit einmal ein Berufswunsch erwachsen“, so Studiendirektor Karsten Krämer, an der AvH verantwortlich für die Berufliche Orientierung.

Gerrit Lepper und Marco Sankewitz, Berater für akademische Berufe an den Lauterbacher und Alsfelder Gymnasien, hatten für die Veranstaltung viele hochkarätige Referenten gewinnen können, die zum einen aus ihrer Berufspraxis erzählten, zum anderen aber auch Informationen rund um Studium, Ausbildung und Weiterentwicklungsmöglichkeiten gaben. So ging es nach den Begrüßungsworten direkt in medias res: Insgesamt zwölf sehr informative Vorträge standen an jedem der beiden Vormittag auf dem Programm. Darunter so interessante Themen wie Journalismus, das Studium der Psychologie, eine Karriere bei der Bundeswehr oder der Bereich Erneuerbare Energie. Auch die Natur-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften waren vertreten, daneben gab es spannende Informationen über Überbrückungen nach dem Abitur durch beispielsweise ein soziales Jahr oder ein Work Camp. Dazu waren auch die Anbieter von Freiwilligendiensten an der AvH zugegen, genauso wie eine Vertreterin der Universität Jena. Oecotrophologie, Gesundheitsmanagement, Informatik – es war ein breites Spektrum, das die Veranstalter von der Arbeitsagentur an nur zwei Tagen mit Hilfe ihrer Experten abdeckten. Dazu kamen Informationen über ein Duales Studium und natürlich alles über sogenannte „MINT“-Berufe, Berufe also aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, in denen mehr und mehr auch weibliche Studentinnen und Arbeitnehmerinnen gesucht werden. In einem eigens eingerichteten MINT-Café sprachen ausgebildete Spezialistinnen über ihren Einstieg in einen klassischen Männerberuf – für Mädchen allein ist das MINT-Café daher aber noch lange nicht gedacht!

Mit Info-Ständen verschiedener Einrichtungen und einer Ausstellung zum Thema freies, sinnvolles Jahr nach dem Abitur verflogen die Vormittage an der AvH sowohl für die „hauseigenen“ Schülerinnen und Schüler wie für die Gäste der Albert-Schweitzer-Schule, der Vogelsbergschule und der Max-Eyth-Schule fast wie von selbst. Und am Ende der Veranstaltung zogen die Schülerinnen und Schüler selbst ein positives Resümée: die meisten von Ihnen haben die ungewöhnliche Vortragsreihe genossen, bestätigten sie, und konnten durchaus einen Erkenntnisgewinn verzeichnen. „Besonders dann, wenn wir Angebote zu Themen fanden, die uns ohnehin schon interessierten.“

Im nächsten Jahr sollen die Lauterbacher Schülerinnen und Schüler wieder als Gäste nach Alsfeld kommen. „So wird der Aufwand gerecht aufgeteilt“, finden Lepper und Sankewitz von der Arbeitsagentur. Angestrebt wird ein jährlicher Wechsel. Ein Gewinn für Schulen und Schüler gleichermaßen.

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Stolze und erfreute Gastgeberin: Gitta Holloch, Schulleiterin der Alexander-von-Humboldt-Schule.

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Marco Sankewitz, Berater für akademische Berufe an den Lauterbacher Gymnasien, bot einen Überblick über die Studien- und Ausbildungslandschaft.

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Mehr als 350 Schülerinnen und Schüler besuchten die Oberstufen-Info-Tage an der Alexander-von-Humboldt-Schule.

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Gut besucht: die Informationsveranstaltung über das Studium der Sozialwissenschaften.

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Gute Zukunftsaussichten versprach Ralf Müller vom Polizeipräsidium Oberhessen.

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Dipl.-Ing. Franz Borgmann referierte über Maschinenbau und Erneuerbare Energien.

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Der Info-Bus der Bundeswehr stand zwar im Regen, war aber dennoch gut besucht.

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Was man zwischen Abitur und Studium oder Ausbildung alles tun kann und wo, erläuterte Benjamin Schmidt vom Internationalen Bund.

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In Lauterbach vertreten: die Friedrich-Schiller-Universität Jena.

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Für die Organisation der Oberstufen-Info-Tage zeichneten Marco Sankewitz (links) und Gerrit Lepper von der Bundesagentur für Arbeit verantwortlich.

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Riesiges Interesse für einen Wachstumsmarkt: Marcus Wolf war eigens aus Köln angereist, um über „Einstiegswege in die Medienbranche“ zu referieren.

Text und Fotos: Traudi Schlitt

Presseankündigung: Die Qual der Wahl: Orientierung im Ausbildungs- und Studiendschungel

21 Okt

Berufs- und Studienorientierung für Oberstufenschüler am 16. und 17.9. erstmals an der Alexander-von-Humboldt-Schule

ALSFELD (pm). Nach dem Abitur stehen den jungen Menschen alle Türen offen! Wirklich alle? Und wie viele sind es eigentlich? Durch welche Tür soll man gehen – zumindest als erstes? Fragen über Fragen, denen sich Schülerinnen und Schüler besser bereits vor ihrem Schulabschluss stellen, denn nie war die Vielfalt an Möglichkeiten größer. In Zahlen bedeutet dies: 335 Studienfächer, mehr als 16.000 Studienangebote, 387 Hochschulen allein in Deutschland; 350 betriebliche Ausbildungsberufe, 135 schulische Ausbildungen.

Sich da einen Überblick zu verschaffen, ist hilfreich und nötig. Aus diesem Grund ist die Berufs- und Studienorientierung (BSO) wichtiger Bestandteil auch auf den Lehrplänen von Schulen. Besonders in der Oberstufe nimmt die BSO einen wichtigen Platz ein, der unter anderem mit den Oberstufen-Info-Tagen der Bundesagentur für Arbeit mit jeder Menge Leben und Expertenwissen gefüllt wird. Die diesjährigen Oberstufen-Info-Tage finden in Kooperation mit dem Lauterbacher Gymnasium, der Alexander-von-Humboldt-Schule, statt. Zwei Tage lang können sich die Oberstufenschüler aller gymnasialen Oberstufen des Kreises hier informieren, und das nicht nur über Theorie, sondern direkt aus der Praxis. „Es ist uns gelungen, mehr als zwanzig Referenten aus den unterschiedlichsten akademischen Berufsbranchen und Einrichtungen zu gewinnen“, freut sich Oberstudienrat Karsten Krämer, an der AvH verantwortlich für die BSO. So werden Vertreter verschiedener Hochschulen und Studienrichtungen über Besonderheiten und Berufschancen berichten und Berufspraktiker aus ihren Berufsfeldern erzählen – darunter Medienfachleute, Polizisten und Ingenieure. Dazu gibt es viele Informationen rund um ein wie auch immer gefülltes Studien- oder soziales Jahr nach dem Abitur, zum Dualen Studium und natürlich auch zu den wichtigsten Ausbildungsberufen für Abiturienten. Ein MINT-Café wird junge Menschen ansprechen, die sich für den mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich entscheiden wollen.

„Wir freuen uns sehr, dass wir die Oberstufen-Info-Tage nun im Wechsel mit Alsfeld anbieten können. Wir sprechen mit diesem Angebot sowohl die Schülerinnen und Schüler der allgemeinbildenden als auch der beruflichen Gymnasien des Kreises an und freuen uns auf regen Zuspruch.“

Eröffnet werden die Oberstufen-Info-Tage am 16.9. um 8.30 Uhr in der Aula der Alexander-von-Humboldt-Schule. Danach haben die Besucher die Möglichkeit, im Schulgebäude, in der Aula der Sparkasse oder im Saal des Hotels Johanneshof Vorträge und Gesprächsrunden ihrer Wahl zu besuchen. Zwei Tage lang stehen auch die Experten der Bundesagentur Marco Sankewitz und Gerrit Lepper vor Ort mit Rat und Tat zur Seite.

Einen Höhepunkt der Veranstaltung stellt am Mittwochabend um 19 Uhr der Vortrag mit Prof. Dr. Christian Zielke dar. Der Coach und Kommunikationsexperte referiert über Ziele und wie man sie erreicht. Hierzu lädt die Alexander-von-Humboldt-Schule neben den Oberstufenschülern auch die interessierte Öffentlichkeit ein.

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Abitur – und was dann? Viele Möglichkeiten führen zum Ziel! Darüber informiert am 16. und 17. September die Bundesagentur für Arbeit in Kooperation mit der Alexander-von-Humboldt-Schule.

Text und Fotos: Traudi Schlitt

Impressionen vom Schulfest

19 Okt

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Knallbunte Nistkästen bot die 8 c von Herrn Spiegel zum Verkauf an.

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Die Orchesterklasse 5 b bedankte sich bei ihrem Musiklehrer Wolfgang Scharrer mit einem Ständchen. Das Besondere hierbei war, dass die Musikklasse mit Kelvin Piljevic einen Dirigenten aus den eigenen Reihen hatte.

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Die Klasse 5 a begeisterte das Publikum mit einem englischen Theaterstück.

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Den Abschluss des Schulfestes bildete der Trommelworkshop.

Wertschätzung und Verantwortung, Zusammengehörigkeit und Rücksichtnahme – das AvH bündelt seine Werte in der Projektwoche

19 Okt

Projektwoche vor den Ferien mündete in einem bunten Schulfest mit großem Besucherandrang

LAUTERBACH (pm). Mit einem großen Schulfest ging am Donnerstag das Schuljahr an der Alexander-von-Humboldt-Schule zu Ende. Ein Schlusspunkt hinter einem erfolgreichen, ereignisreichen Jahr und das große Finale der Projektwoche, die diesem Fest vorausgegangen war. Eine Woche wie keine andere an der Schule – das bestätigten viele Schülerinnen und Schüler, die sich in verschiedensten Projekten ausprobieren konnten und von der ganz besonderen Stimmung am AvH sehr begeistert waren.

„Diese Woche war alles anders“, bestätigt auch der 14-jährige Alexander, der das Treiben mit seiner Presse-Gruppe verfolgt hat. „Wir haben an unseren Projekten so gearbeitet, wie es gepasst hat, unabhängig von Pausenzeiten. Wir durften Musik dabei hören und es herrschte einfach eine schöne lockere Atmosphäre.“ Viele Schülerinnen und Schüler haben in dieser Woche Ausflüge gemacht oder ihre Projekte an die verschiedensten Lernorte gelegt: so wurde beispielsweise das DGH in Maar zur internationalen Kochwerkstatt, in der Schülerinnen und Schüler mit ausländischen Gästen kochten. Ein Projekt, das viele Aspekte dieser ungewöhnlichen Woche zusammenführte. Deren Grundtenor waren die Werte, die sich das Lauterbacher Gymnasium gegeben hat: Wertschätzung und Verantwortung, Zusammengehörigkeit und Rücksichtnahme, ergänzt um das Thema Nachhaltigkeit. „Jedes Projekt dieser Woche sollte mindestens einen dieser Werte aufgreifen erläutern die Koordinatoren Sigrid Gebel und Oliver Stoy. Letzterer ist federführend an den Inhalten für „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ beteiligt, ein Siegel, auf das die Schule nicht nur stolz ist, sondern das sie auch mit Leben füllt, wie Stoy darlegt. So hat das AvH in diesem Schuljahr erstmals junge Asylbewerber in den AG-Unterricht aufgenommen und bietet spezielle Deutschkurse an. In der Projektwoche waren einige Asylbewerber die ganze Zeit an der Schule und nahmen an den einzelnen Projekten teil. So wie an dem internationalen Kochprojekt, das mit der gemeinsamen Planung und dem gemeinsamen Einkauf seinen Anfang nahm. Dabei stellte sich das Kochen durchaus als gute Basis für einen kulturellen Austausch dar. In der Tat nahm die Flüchtlingsproblematik – wie in der Gesellschaft auch – einen großen Anteil der Themen ein: dazu war die Ausstellung „Asyl ist Menschenrecht“ aufgebaut und eine Kleidersammlung war organisiert worden. Damit wollen die Schülerinnen und Schüler die Bemühungen der Caritas unterstützen – ein Engagement, das im Rahmen des Sozialpraktikums auch außerhalb dieser Woche trägt.

Eine große Rolle spielte auch der Sport – so gab es ein gemeinsames Fußballturnier mit den Asylbewerbern, und viele, viele aktive Ausflüge, wie z. B. eine Paddeltour, eine Wanderung durch den Vogelsberg oder eine Runde Bubble Soccer in der Turnhalle. Viele Klassen erarbeiteten Referate, Dokus und Umfragen – zum Beispiel zur Bedeutung von Nachhaltigkeit oder zu Themen wie Mobbing oder Artenschutz. Sie begaben sich aus dem schulischen Rahmen mitten hinein in die Stadt und die Natur und brachten jede Menge Leben und Aktivität mit zurück in die Schule. Dort wuselte es die ganze Woche von fröhlichem und engagiertem Treiben. Die Schülerinnen und Schüler bauten einen Blindenparcours auf und ein Glücksrad, drehten Filme und übten sogar ein englischsprachiges Theaterstück ein. Einige entwickelten neue Spiele oder trommelten gemeinsam in einem Workshop mit Fallou Sy – alles Projekte, die sowohl die Punkte Zusammengehörigkeitsgefühl als auch Nachhaltigkeit unterstrichen genauso wie Wertschätzung, Rücksichtnahme und Verantwortung.

Ein ganz besonderes Projekt war die Kooperation mit der benachbarten Buchhandlung „Lesezeichen“. Dort war die ganz Klasse 5c eine ganze Woche lang aktiv, um den Betrieb einer Buchhandlung kennenzulernen. Zur Überraschung und zur Freude der Kunden waren die hochmotivierten „Praktikanten“ im ganzen Verkaufsraum aktiv und scheuten auch nicht den Umgang mit Kassenautomat und EC-Kartengerät. Zuvor hatten sie einen Schreibworkshop bei dem Lauterbacher Autor Henry Euler besucht und in einer Druckerei jede Menge zur Buchherstellung erfahren. Gerlinde Becker, Chefin der Buchhandlung, war sehr angetan von der Freude der jungen Besucher am Umgang mit Büchern. Sie haben im Rahmen der Woche außerdem alle ein eigenes Buch hergestellt, das so wie viele andere Ergebnisse der Woche am Schulfest präsentiert wurde.

Am Donnerstag schließlich waren zahlreiche Info-Stände in der Schule aufgebaut, die Präsentationen von Film-, Foto- und anderen Einzelprojekten fanden statt, es gab vereinzelt Vorträge und natürlich richtig viel zu sehen und zu hören – nicht zuletzt, weil die Theater- und Musikgruppen sich den Gästen am Schulfest zeigten. Selbst das Catering am Fest war Teil des großen Ganzen: die Schülerinnen und Schüler der Q-Phase hatten dieses in Eigenregie organisiert und übernommen, um damit ihre Abi-Kasse zu füllen.

Schulleiterin Gitta Holloch zeigte sich, so wie die gesamte Schulgemeinde und die Gäste des Schulfestes, einmal mehr begeistert von den Ideen, der Kreativität und dem Tatendrang ihrer Schülerinnen und Schüler, die nach diesem großen, bunten Fest nun in die wohlverdienten Ferien starten.

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„Asyl ist ein Menschenrecht“ – auf dieses Thema wies unter anderem eine Ausstellung in der Alexander-von-Humboldt-Schule hin.

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Nur eines von vielen bunten und gutgelaunten Projekten der Schule: das auf dem Schulhof entstehende Glücksrad.

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Sport macht Spaß – besonders im Zusammenspiel!

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Auf große Resonanz stieß der Trommelworkshop mit Fallou Sy.

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In der Aktionswoche war überall viel los – auch auf dem Schulhof pulsierte das Leben!

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Eine ganz besondere Erfahrungen war für die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5c die Mitarbeit im Buchladen „Lesezeichen“.

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Ein englischsprachiges Theaterstück studierte die Klasse 5a ein.

Text und Fotos: Traudi Schlitt

Verbundenheit mit Schule und Schülern bleibt

19 Okt

Kein leichter Abschied von verdienten Kollegen am Lauterbacher Gymnasium

LAUTERBACH (pm). Die letzte Dienstversammlung vor den großen Ferien ist stets eine ganz besondere für die Lehrerschaft der Alexander-von-Humboldt-Schule. Rückblick, Ausblick und Abschiede stehen an, und auch in diesem Jahr fiel der Abschied von verdienten Lehrkräften nicht leicht – auch wenn man Birgitt Helfrich, Margarete Schröder und Wolfgang Scharrer den wohlverdienten Ruhestand durchaus gönnt!

Bevor Schulleiterin Gitta Holloch jedoch ihre Worte an die scheidenden Lehrkräfte richtete, verabschiedeten sich zunächst die LiV – die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst -, die nun an anderen Schulen ihre Laufbahnen weiterverfolgen. Sie präsentierten zum Ende ihrer Referendariatszeit weiterentwickelte Pausenboxen, die speziell den jüngeren Schülerinnen und Schülern lange Doppelstunden ein wenig auflockern sollen. Die Kästchen enthalten kleine Übungen verschiedenen Anspruchs, nach denen es den Kindern und Jugendlichen wieder besser möglich sein wird, dem Unterricht konzentriert zu folgen. Die jungen Lehrkräfte übergaben die Boxen den zukünftigen Klassenleitungen von 5. und 6. Klassen und wurden vom ganzen Kollegium herzlich verabschiedet. Im Anschluss blickte Fachbereichsleiter Joachim Gerking auf ein sehr erfolgreiches Schuljahr am AvH zurück: Austausche und Exkursionen, die Aufnahme von Asylbewerbern als Schüler am AvH, Erfolge an Wettbewerben und Prüfungen, die zeigten, dass das Niveau des Lauterbacher Gymnasiums durchaus als sehr hoch bezeichnet werden dürfe. Im vergangenen Schuljahr wurde die Kooperation mit der THM forciert, erstmals machten Schülerinnen und Schüler des AvH dort bereits Scheine, die sie für ihr späteres Studium brauchen können. Großes Lob gab es von der Schulleitung für viele realisierte Projekte, nicht zuletzt für den Fachbereich Musik, der Großes gestemmt habe, ganz besonders mit der Aufführung des Musicals „Alexander“. Als Ausblick führte Gerking die Weiterverfolgung des Claasroom Managements und der Nutzung von IServ an, dazu stünden die Rezertifizierungen von OloV und der Hochbegabtenförderung an. Der Fachbereichsleiter nutzte die Versammlung gerne, um sich bei allen Kolleginnen und Kollegen sowie bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung zu bedanken.

Einen feierlichen Übergang zu den Verabschiedungen bildete ein Musiktrio aus der Lehrerschaft, danach ergriff Gitta Holloch das Wort. „Jeder Abschied ist die Geburt einer Erinnerung“, so die Schulleiterin, die es sichtlich bedauerte, dass die fröhliche Zeit zum Schuljahresende immer auch mit dem Abschied von liebgewonnenen Kolleginnen und Kollegen verbunden ist. Zunächst richtete sie sich an die scheidenden LiV, die sie als durchaus mutig und streitbar gegenüber dem Studienseminar, aber auch als kreativ, verbindlich und sehr engagiert wahrgenommen hat. Sie dankte den jungen Kolleginnen und Kollegen für die hilfreiche Pausengestaltung, für das Patenkonzept der Fünftklässler, für die neudefinierte Schülerzeitung und für die „Vermittlung von Mathematik auf dem roten Platz“. Eine Insider-Anekdote, die im Kollegium für viel Zuspruch sorgte. Für die Zukunft wünschte sie den jungen Lehrkräften viel Erfolg: „Vergessen Sie nie – jeder Schüler ist wichtig und verdient es, dass Sie sich um ihn bemühen.“

Abschiednehmen hieß es sodann von Magdalena Naumann. Die junge Lehrerin war im Angestelltenverhältnis am AvH beschäftigt und wechselt nun nach Fulda, wo ihre Fächerkombination Deutsch und Geschichte notwendiger gebraucht wird als in Lauterbach. Holloch lobte Magdalena Naumann als zuverlässige U+-Kraft und als sehr beliebte Lehrerin: „Sie haben Ihren Berufseinstieg souverän gemeistert.“

Aus dem Bereich der Hausaufgabenbetreuung und Beratung verlässt – zumindest offiziell – Margarete Schröder das Lauterbacher Gymnasium. Gitta Holloch dankte der Pädagogin und Psychologin für ihr Engagement mit vielen Schülerinnen und Schülern, denen erst Margarete Schröders Einsatz zum Erfolg verholfen habe. Sie war seit 2007 am AvH beschäftigt – „ein Glück für die Schule, und nicht zuletzt für FSJler, BUFDis und das Kollegium, das von Ihrer Beratungskompetenz enorm profitiert hat“. Auch wenn Margarete Schröder jetzt in eine Phase eintrete, in der wieder mehr Zeit für Malerei und Kunst bleibe, könne die Schule weiterhin auf ihre Mitarbeit bauen – freiberuflich und in Teilzeit, in der Beratung und beim Coaching.

Mit großem Bedauern und großem Verständnis kam Gitta Holloch zur Verabschiedung von Birgitt Helfrich. Die Kunst- und Sportlehrerin war seit 1976 am AvH beschäftigt, wo sie aufgrund ihres außerordentlichen Engagements zum frühestmöglichen Zeitpunkt ins Beamtenverhältnis übernommen wurde. Holloch ging auch auf die Biographie der scheidenden Lehrerin ein, die trotz schwerwiegender Folgeschäden aufgrund eines Unfalls ihren Unterricht stets vorbildlich gehalten habe „und dafür deutlich mehr Kraft aufwenden musste, als ein gesunder Mensch“. An vielen Stellen habe Helfrich mitgearbeitet, und das stets kreativ und mit Leidenschaft. Jetzt gelte es Kraft zu tanken, den Ruhestand für sich zu nutzen – der Dank des AvH war Birgitt Helfrich zu diesem Zeitpunkt mehr als gewiss.

Zu guter Letzt musste sich die Schule noch von einem wahren Urgestein trennen: Wolfgang Scharrer, der sich, wie Gitta Holloch es scherzhaft ausdrückte, nach „lächerlichen 40 Dienstjahren noch einmal neu orientieren“ wolle. „Wie stellen Sie sich Ihr Leben vor – ohne feste zeitliche Rahmenplanung, ohne rhythmische Taktung im 45-Minuten Takt, ohne die brillanten, schriftlichen Arbeiten Ihrer Abiturienten? Wie werden Sie die Abende verbringen, wenn es nicht mehr gilt, Musikstücke für die Orchesterstimmen umzuschreiben?“, fragte sie den scheidenden Lehrer, sicherlich mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Wolfgang Scharrer, der von 1969 bis 1971 Beamter im Musikkorps des Bundesgrenzschutzkommandos Süd in München und seit 1986 am AvH war, sei das „personifizierte musikalische Aushängeschild“ des Gymnasiums, dessen lange und überaus erfolgreiche Arbeit für die Alexander-von-Humboldt-Schule von großer Bedeutung sei. Sie lobte den Musikkoordinator, der gerne auch mal im Frack auftrat, als sehr guten Netzwerker, der wie kein anderer mit externen Partnern an Projekten arbeiten könne, ein guter Fundraiser mit jeder Menge Kontakten noch dazu. Wolfgang Scharrer habe in wunderbarer Weise die Fächer Musik und Kunst miteinander verknüpft, immer nah an der Perfektion mit den Schülern gearbeitet und sie zu Höchstleistungen angespornt. Auszeichnungen wie den musikalischen Schwerpunkt, den Ehrenpreis „Klasse Klassik“, die Einladung zum Landeskonzert „Schulen musizieren“ nach Wiesbaden zeugten vom ausgesprochen hohen Niveau von Scharrers Arbeit. Ganz so schwer fiel der Abschied hier aber nicht, denn in einer Zusammenarbeit mit dem Auswahlorchester wird Scharrer der Schule erhalten bleiben.

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Für jeden scheidenden Lehrer fand Schulleiterin Gitta Holloch ganz persönliche Dankes.

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„Auf zu neuen Ufern“ hieß es für die scheidenden Lehrer im Vorbereitungsdienst, die nun an anderen Schulen ihren Weg weitergehen.

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Mit großen Bedauern trennte sich das AvH auch von der jungen, engagierten und sehr beliebten Lehrerin Magdalena Naumann.

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Ein schüchternes Winken, doch als Honorarkraft steht sie dem AvH weiter zur Verfügung: Margarete Schröder.

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Auf mehr Zeit für sich freut sich Birgitt Helfrich.

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Das Gesicht des Fachbereichs Musik Wolfgang Scharrer, hier mit Schulleiterin Gitta Holloch, geht in den Ruhestand, dem Auswahlorchester des AvH bleibt er dennoch treu.

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Auf ein sehr erfolgreiches Schuljahr blickte Fachbereichsleiter Joachim Gerking zurück.

Texte und Fotos: Traudi Schlitt

Am meisten vermisst: deutsches Brot und Mineralwasser

19 Okt

Junge Deutsche und Amerikaner über ihre Erfahrungen im jeweils anderen Land

LAUTERBACH (pm). Ein Auslandsaufenthalt bietet viele Chancen: das Vertiefen der erlernten Sprache, die Entdeckung eines neuen Landes und das Erwerben von interkultureller Kompetenz. Aus diesem Grund stehen schon lange zahlreiche Austauschmöglichkeiten auf dem Programm der Alexander-von-Humboldt-Schule. Es gibt Kontakte nach Tschechien, Frankreich, England, China sogar und den USA. Für den Austausch mit Schülerinnen und Schüler aus Amerika nimmt das Lauterbacher Gymnasium an einem landesweiten Programm teil, mit dem in diesem Jahr 500 junge Menschen aus ganz Hessen vier Wochen lang über den großen Teich flogen – und umgekehrt. „Friendship Connection“ heißt diese Organisation, von der das AvH in diesem Jahr neun Plätze übernommen hat. Die Reise in die USA startete in der Zeit rund um die Osterferien, nun hatten die Lauterbacher Schülerinnen und Schüler vier Wochen lang ihre amerikanischen Gastgeber zu Gast und zeigten ihnen die Kreisstadt, Hessen und manchmal auch einen weiter entfernten Teil der Republik. „Es herrscht ein großes Interesse an der Schule an diesem Austausch“, konstatiert Gerhardt Steinebach. Er koordiniert die Austausche an der Alexander-von-Humboldt-Schule und war in diesem Jahr als Betreuer mit in den Vereinigten Staaten. „Das Angebot dieser Organisation ist in der Tat sehr gut und durchdacht, allerdings arbeiten wir daran, ein eigenes Projekt mit einer Partnerschule zu entwickeln.“ So lange dieses noch nicht steht, ist „Friendship Connection“ eine gute Alternative, bringt diese Organisation die Schülerinnen und Schüler doch in den verschiedensten Teilen der USA unter, sodass sie ganz unterschiedliche Erfahrungen machen können. Besonders glücklich bei der Wahl, die Interessen und Wünsche der Reisenden berücksichtigt, waren Jonas und Kai-Simon: sie verbrachten vier Wochen in Kalifornien – nicht gerade der ungemütlichste Ort der Vereinigten Staaten.

„Die jungen Leute haben zum einen natürlich die Möglichkeit, das Schulsystem und landestypische Dinge kennenzulernen“, erläutert Gerhard Steinebach. Dazu gehörten in der Tat Klischees wie das des ständigen Essens von Fast Food, das die jungen Lauterbacher durchaus bestätigt sahen. Sie lernten aber auch einen viel strengeren Unterricht kennen. „Es werden wöchentlich Tests geschrieben, und die Schüler haben viel mehr Hausaufgaben auf“, berichtet Jonas. Außerdem spiele Sport im Schulalltag eine sehr große Rolle genauso wie die technische Ausstattung, besonders was Entertainment betrifft. „Für den Unterricht war die Technik keineswegs auf einem höheren Niveau als bei uns.“

Zum anderen, so Steinebach, hätten die Jugendlichen auch die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen, die im Idealfall auch nach den beiden Besuchen in den USA und Deutschland noch anhielten. Jonas und sein Austauschpartner Brian wollen sich auf jeden Fall wieder treffen – im Zeitalter von Instagram, Twitter und Co. ist es außerdem sehr einfach, gut in Kontakt zu bleiben. So wie Kai-Simon und Stanley, die sich nun schon zum zweiten Mal begegnet sind und echte Freunde geworden sind. Auch sie haben schon Pläne für ein Wiedersehen außerhalb eines schulischen Austauschs. „Wir haben aber auch die Erfahrung gemacht, dass es nicht immer so gut klappt“, berichtet der Koordinator. Dann steht man den Jugendlichen, die ihre Familie wechseln wollen, zur Seite und versucht, gemeinsam eine Lösung zu finden. So war es bei Annabelle, deren amerikanische Gastschülerin inzwischen nicht mehr in ihrer Familie wohnt. Eine schlechte Erfahrung? „Natürlich nicht so, wie man es sich gewünscht hätte, aber auf jeden Fall eine Erfahrung, die man so auch nur im Rahmen eines Austauschs macht und die einen auf andere Weise persönlich weiterbringt“, meint Annabelle, die dennoch immer wieder an einem solchen Projekt teilnehmen würde.

Und wie finden die Amerikaner die „Alte Welt“? Viele von ihnen haben während ihres Aufenthalts viel gesehen: größere Städte wie Frankfurt oder München, historische Stätten wie Point Alpha oder Buchenwald und zu diesem besonders günstigen Zeitpunkt das Schlitzer Trachtenfest. Was gefällt ihnen an Deutschland und warum haben sie überhaupt Deutsch gelernt – in den USA zwischen Spanisch und Französisch nicht gerade die am stärksten vertretene Fremdsprache? Stanley beispielsweise hat eine deutschsprachige Mutter. Von daher lag Deutsch nahe. Auch in den Landstrichen, in denen es aus historischen Gründen immer noch eine Art „deutsche Community“ gibt, ist Deutsch die bevorzugte Fremdsprache an Schulen. Eine Erfahrung, die auch Annabelle und Jan in Cincinnati, Ohio gemacht haben: dort gibt es Bäckereien mit dem ansonsten schmerzlich vermissten deutschen Brot, ein Hofbräuhaus und viele andere kleine deutsche Reminiszenzen. „Und gerade weil Deutsch in den USA nicht jeder spricht, die Sprache aber in Zukunft für Jobs in der Wirtschaft weiterhin sehr wichtig sein wird, bietet Deutsch den Amerikanern gute Chancen“, findet Stanley.

Zur Überraschung aller mag der Kalifornier das deutsche Wetter: „Ich liebe den Regen“, gibt er lachend zu, und kaum einer mag es ihm glauben. „Und die Landschaft hier ist so schön grün!“ In seiner Aufzählung dessen, was er mag, fehlen auch nicht das Eis und das Essen. „Und die Freundschaft zu Kai-Simon und seiner Familie.“ Auch das Kleine, Kompakte an dem Leben in Lauterbach schätzt er sehr: „Hier ist alles nah beieinander, man kann alles zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichen.“

Ein weiterer großer Unterschied, der speziell den Deutschen in Amerika aufgefallen ist, sind die enormen Sicherheitsmaßnahmen an den amerikanischen Schulen. Schockiert und bedroht von zahlreichen Amokläufen und Verbrechen an den Schulen, gehören Security-Teams zum normalen Schulbild, genauso wie Sicherheitskontrollen und „Passierscheine“ für den Gang zur Toilette. Was für deutsches Empfinden eine bedrohliche Atmosphäre schafft, ist für den Amerikaner normal, mehr noch, es gibt ihm Sicherheit.

„Ein Austausch bietet jungen Menschen wirklich viele Aspekte, erweitert den Horizont, und das sicher nicht nur räumlich“, bestätigt Gerhard Steinebach. Kein Wunder also, dass unter den Schülerinnen und Schüler des AvH schon eifrig die nächsten Reisepläne geschmiedet werden.

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Hawaii entdecken – kein alltägliches Erlebnis auf einem Schüleraustausch in der 9. Klasse!

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Vier Wochen zu Gast in Deutschland – die amerikanischen Austauschschüler mit ihren Gastgebern, dem Bürgermeister und dem Verbindungslehrer vor dem Rathaus. (Foto: Gernot Schobert)

Text: Traudi Schlitt

Spielen, singen und improvisieren: was man als Schauspieler alles können muss!

19 Okt

Vom Projekt zum Musical: „Alexander“ am AvH – gesehen von Hauptdarsteller David Kaiser

LAUTERBACH (pm). Mit vier restlos ausverkauften Veranstaltungen vor insgesamt 1.200 Zuschauern begeisterte vor wenigen Wochen die Alexander-von-Humboldt-Schule das Lauterbacher Publikum. Keinen geringeren als ihren Namensgeber Alexander von Humboldt hatten sich Musik-Koordinator Wolfang Scharrer und Deutschlehrerin Sigrid Gebel vorgenommen und ein bereits vorhandenes Musical zweier Berliner Autoren auf die Lauterbacher Gegebenheiten umarrangiert und umgeschrieben. Mitbeteiligt waren zahlreiche engagierte Menschen und Gruppen der Schulgemeinde: Chor, Orchester, Band-, Tanz- und Theater-AG, sowie die Licht- und Tontechnik-AG und die Fachschaft Kunst. „Ein großartiger Erfolg“, freuen sich die Organisatoren und natürlich auch die jungen Schauspieler. Wir sprachen mit David Kaiser, der Alexander von Humboldt spielte.

Was hat dich daran gereizt, den Namensgeber eurer Schule im Musical darzustellen?

David Kaiser: Ich finde es genial, was der so alles erforscht und getan hat. Alexander von Humboldt war ein genialer Wissenschaftler. Außerdem habe ich zusammenmit zwei sehr guten Freunden bei dem Projekt mitgemacht – wir hatten schon bei den Proben sehr viel Spaß!

Was hat dir an dem Stück besonders gut gefallen?

David Kaiser: Dass es nicht so altmodisch war und angestaubt, sondern richtig witzig, sodass man sich gerne mitnehmen ließ auf die Reisen von Alexander.

Wann habt ihr angefangen zu proben?

David Kaiser: Es wurde in diesem Halbjahr, also im Februar, eigens für das Musical eine AG gegründet, seitdem haben wir geprobt. Normalerweise einmal pro Woche zwei Stunden. Gegen Ende, also kurz vor den Aufführungen, haben wir uns auch noch ein paar Mal am Samstag getroffen.

Du musstest ja den Alexander nicht nur spielen, sondern du musstest als Musical-Darsteller auch singen. Ist dir das schwergefallen, alleine vor so viel Publikum?

David Kaiser: Eigentlich nicht. Ich habe schon immer gern gesungen und habe viel Chorerfahrung. Und glücklicherweise habe ich auch nicht so viel Lampenfieber, sodass der Spaß viel größer war als die Anspannung.

Und wie war das mit dem Text – das war doch sicher eine ganze Menge, die da lernen musstest.

David Kaiser: Stimmt, das war in der Tat ziemlich viel. Aber ich muss zugeben, das fällt mir sehr leicht und hat mir kaum Mühe gemacht.

Für euch Schauspieler war diese Aufführung ja eine ganz neue Erfahrung – was hat dich besonders beeindruckt?

David Kaiser: Einfach genial war es, welche spontanen Einfälle einem manchmal während der Aufführung kommen, wenn man so richtig drin ist. Mitunter haben wir da ganz schön improvisiert – aber nur, wenn es gepasst hat! Und wir haben gelernt, mit kleinen Missgeschicken während der Aufführung umzugehen, uns nicht verunsichern zu lassen. Das war auch sehr schön!

Du hörst dich sehr begeistert an – könntest du dir vorstellen, auch in Zukunft wieder an so einem Projekt teilzunehmen?

David Kaiser: Auf jeden Fall! Ich freue mich heute schon drauf!

… und das ist gar nicht so abwegig. Für die Fachschaft Musik äußerte Markus Euler durchaus die Absicht, erneut ein Musical in der Schulgemeinde aufzulegen. Wann das genau sein wird, steht allerdings noch nicht fest. Schließlich bedeutet ein solches Projekt einen großen Aufwand für alle Beteiligten. „Zum einen sind natürlich die verantwortlichen Lehrkräfte gefordert, wie hier besonders Wolfang Scharrer und Sigrid Gebel, zum anderen ist es auch eine große Aufgabe für die einzelnen Gruppen, die hier zusammengearbeitet haben.“ Das Ergebnis dieser Anstrengungen hat sich gelohnt: aus den einzelnen AG’s und Kursen, die am Anfang noch alle für sich ihren Aufgaben nachgingen, wurde am Ende eine eingeschworene multifunktionale Theater-Crew, die jede einzelne Aufgabe vom Ton bis zu den Kostümen und dem Bühnenbild perfekt erledigt hat. „Dass dies so funktioniert, ist eine tolle Erfahrung für die ganze Schulgemeinde“, freut sich Euler, der selbst mit einem Pilotprojekt am Start war: eine ganze Klasse machte er zum Musicalchor und das mit einem riesigen Erfolg und großem Spaß. Nicht das einzige Novum bei diesem ehrgeizigen Projekt, das auch verschieden Musikgruppen der Schule zusammenführte. „Der gemeinsame Erfolg hat alle Schülerinnen und Schüler und natürlich auch die Lehrkräfte stark gemacht“, so Eulers Fazit. „Ich bin sicher, dass viele der jungen Schauspieler, Sänger und Musiker dem Ganzen verhaftet bleiben werden. Somit ist dieses Musical auch ein sehr nachhaltiges Schulprojekt.“

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In Action: David Kaiser (rechts im Bild) als Alexander auf der Bühne der Alexander-von-Humboldt-Schule (Foto: Martin G. Günkel)

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Kein Problem mit den großen Herausforderungen hatte David Kaiser. Da ist er dem Namensgeber seiner Schule vielleicht gar nicht so unähnlich!

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… was Alexander von Humboldt so alles erforscht hat, wurde witzig und sehr lebendig dargestellt!

Text und Fotos: Traudi Schlitt

Blog der AvH Lauterbach

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